Definition

Die Osteopathie ist eine eigenständige medizinische Therapieform, die sich dem Menschen mit seinen individuellen Beschwerden in seiner Gesamtheit widmet. Die Behandlung wird rein mit den Händen ausgeführt; mit diffizilen, feingeweblichen manuellen Techniken können Dysfunktionen der Körperstatik und funktionelle Störungen ausgeglichen werden. Ziel ist es unter anderem, die Selbstheilungskräfte des Körpers über verschiedene Behandlungsmethoden anzusprechen.

Dabei dienen die jahrelang geschulten Hände eines Osteopathen als feines diagnostisches und therapeutisches Instrument im Rahmen eines individuell abgestimmten Behandlungsprozesses. Die Subtilität und Integrität der osteopathischen Techniken verlangen fachliche Kompetenz und ein gutes Palpationsvermögen, was die lange und intensive Ausbildungszeit erklärt.

Die komplexen, vielschichtigen und nachhaltigen Therapieeffekte sind dabei auf die eng vernetzten anatomischen und physiologischen Interaktionen des Körpers zurückzuführen.


Praxis München-Nord 

Praxiskonzept

Ich betrachte den Menschen als Wesen mit individuellen körperlichen, sozialen und psychisch-emotionalen Merkmalen. Daher ist es essenzielle Grundlage des Behandlungskonzeptes in meiner Praxis in München-Oberföhring, den Patienten im Ganzen zu erfassen. Eine ausführliche Anamnese hinsichtlich der Lebens- und Krankheitsgeschichte sowie eine umfassende osteopathische Untersuchung bilden die Basis für eine erfolgreiche osteopathische Behandlung. Dabei konzentriere ich mich auf das gesamte Körperbild und auf alle Körpersysteme. 

„Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.“ (WHO)

Trotz der guten Erfolge der konventionellen Medizin kann nach aktuellen Zahlen bei ca. 80% der Patienten im ambulanten Bereich bei Vorliegen von Beschwerden derzeit keine entsprechende Diagnose gestellt und dementsprechend auch keine adäquate Therapie empfohlen und eingeleitet werden. Es ist mir ein großes Anliegen, meine Arbeit besonders diesem Patientenkollektiv zu widmen. 

An erster Stelle steht immer die Patientensicherheit. Patienten mit nicht abgeklärten, ernst zu nehmenden Symptomen werden in meiner Praxis abgelehnt und an ärztliche Kollegen verwiesen. Ich stehe in enger Kooperation mit der konventionellen Medizin.


Anwendungsgebiete

Die Indikation für eine Behandlung wird durch Ihren Osteopathen individuell gestellt. Grundsätzlich kann die Osteopathie jedoch allen Menschen in jedem Alter und bei jeder Konstitution zugute kommen. Anwendung findet sie heute in vielen Bereichen der Medizin, von der Kinderheilkunde bis hin zur Palliativmedizin. 

Beispiele:

  • Störungen/Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates
  • Kiefergelenksdysfunktion
  • Chronische Schmerzen
  • Migräne oder Spannungskopfschmerzen
  • Postoperative und posttraumatische Beschwerden
  • Vegetative Dysfunktion
  • Reizdarmsyndrom
  • Somatoforme Krankheitsbilder
  • Gynäkologische Störungen (z.B. Unterleibsbeschwerden)
  • Vor- und nachgeburtliche Begleitung von Schwangeren
  • Unterstützende Begleitung bei chronischen Erkrankungen
  • Musikerkrankheiten
  • Behandlung von Kindern und Säuglingen (Kinderosteopathie)
  • u.v.m.

Bei dieser Liste handelt es sich lediglich um Anwendungsbeispiele. Die wissenschaftliche Validierung der therapeutischen Wirksamkeit der Osteopathie im Vergleich zu herkömmlichen medizinischen Verfahren befindet sich derzeit noch im Anfangsstadium. Die hier aufgeführten Anwendungsbeispiele beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen der osteopathischen Medizin.

Bei akuten Beschwerden ist eine fachärztliche Abklärung vorrangig. In solchen Fällen verweise ich auf ärztliche Kollegen.


Behandlung

Eine Behandlungseinheit in meiner Praxis in München-Oberföhring dauert 60 Minuten. Die Behandlungsfrequenz wird der Beschwerdeart und –intensität angepasst.

In den meisten Fällen handelt es sich um eine niedrige Frequenz von 1-2 Sitzungen pro Monat, bei akuten Störungen kann jedoch kurzfristig eine engmaschige Konsultation nötig sein.


Kosten

Die Kosten für osteopathische Leistungen werden nach GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte) erhoben. Die Behandlungsgebühren werden inzwischen von vielen gesetzlichen Krankenkassen unter Berücksichtigung bestimmter Voraussetzungen (teil-)erstattet. Private Kassen erstatten in der Regel die gesamten Kosten.

Genaueres hierzu finden Sie unter www.osteokompass.de/de-patienteninfo-krankenkasse.html

Als Ärztin arbeite ich nicht im Delegationsverfahren, d.h. ich benötige von Ihnen keine Überweisung durch Ihren Hausarzt oder Facharzt. Bitte beachten Sie, dass Termine, die nicht 24 Stunden vorher abgesagt werden, in Rechnung gestellt werden müssen. Für nähere Informationen stehe ich Ihnen gerne persönlich zur Verfügung:

Praxis für Osteopathie
Dr. med. Agnes Lobensteiner
St. Emmeram 52
81925 München-Oberföhring / München-Nord

Tel. 089 – 90 41 48 21
Mail:  info@osteopathie-lobensteiner.de


Osteopathie heute

In den letzten Jahren hat sich die Osteopathie in Deutschland zu einer universitären Disziplin hin entwickelt. Osteopathie kann inzwischen im Rahmen eines Masterstudiengangs am Europäischen Colleg für Osteopathie in Ismaning erlernt werden. Die Akademisierung der Ausbildung spiegelt die Etablierung der Osteopathie als eigenständige Form der Medizin wieder. Dennoch ist das Berufsbild des Osteopathen in Deutschland immer noch nicht rechtlich geregelt und geschützt. Osteopathie gilt per Gesetz als Heilkunde und darf ausschließlich von Ärzten und Heilpraktikern ohne Weisungsbindung ausgeübt werden.

Da eine staatliche Regelung fehlt, betreiben die Berufsverbände eine Qualitätssicherung im Interesse der Patienten. Dadurch soll das Berufsbild von unzureichend ausgebildeten Laien-Osteopathen abgegrenzt werden.

Aufgrund der gesundheitspolitischen Änderungen in den vergangenen Jahren und der zunehmenden Bereitschaft der Krankenkassen, osteopathische Behandlungskosten unter bestimmten Voraussetzungen zu erstatten, ist die Nachfrage vonseiten der Patienten enorm gestiegen. Die Osteopathie hat breite Anerkennung im medizinischen Sektor und in der Bevölkerung erlangt.


Blick in die Zukunft

Die Osteopathie ist eine eigenständige, komplementäre Form der Medizin. Die Integration ins deutsche Gesundheitssystem bleibt eine der größten Aufgaben der Berufsverbände. Ziel ist die Schaffung eines Berufsgesetzes zur berufsrechtlichen Anerkennung im Bereich Lehre, Fortbildung, Forschung und Weiterentwicklung.

Die Qualitätssicherung der Therapeuten durch die Verbände gibt dem einzelnen Patienten die Gewissheit, osteopathisch nach höchstem Standard behandelt zu werden. Die Förderung hochwertiger wissenschaftlicher Studien und deren Veröffentlichung ist dabei besonders wichtig.

Als durch die BAO (Bundesarbeitsgemeinschaft Osteopathie) zertifizierte Therapeutin sowie Mitglied im “Qualitätszirkel Osteopathie” sind die Einhaltung berufsethischer Qualitätsstandards in meiner Praxis in München-Nord mein oberstes Ziel. Überzeugen Sie sich von meiner Arbeit – ich freue mich auf Ihre Anfrage.


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